Beiträge 2020

E-Health in Corona-Zeiten: Gesundheitsdaten digitalisieren, bevor andere es tun

E-Health in Corona-Zeiten: Gesundheitsdaten digitalisieren, bevor andere es tun

20.04.2020

Deutschland, digitalisiere deine Gesundheitsdaten, bevor es die Big Player Google & Co. tun – so lautet der eindringliche Appell des Digitalagentur-Leiters Christoph Bornschein und der KI-Forscherin Mona Sloane in der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Die Diskussion über die Bewertung von eHealth ist polarisiert: Die einen sehen Chancen für mehr Effizienz und beschleunigte Forschung, die anderen fürchten eine Dystopie vollüberwachter Patienten in einer gläsernen Bevölkerung. Während Staat und Gesellschaft daher auch in Zeiten der Corona-Pandemie noch zögerlich sind, schaffen privatwirtschaftliche Akteure, e-Heath-Startups wie Großkonzerne, mit innovativen digitalen Gesundheitstechnologien längst Fakten.

„Nicht Apple, Amazon und Google, sondern wir selbst hier in Deutschland sollten die Chance nutzen, Gesundheitsdaten digital auswerten bzw. betrachten. Das war einer der wesentlichen Gründe, warum GIMI zusammen mit der Stadt Köln und dem Universitätsklinikum Köln 2019 Digital Health Germany initiiert hat“, sagt Rudolf van Megen, Vorstandsvorsitzender von GIMI. „Inzwischen gibt es erste Projekte und wir stellen fest, dass die aktuelle Gesundheitskrise intensiv zum schnellen Umdenken gerade bei den ganzen Bedenkenträgern führen musste – Let‘s keep speed!“

Digital Health Germany arbeitet gemeinsam mit Partnern an einem Digitalen Corona-Gesundheitszertifikat, das den Koronastatus und andere relevante Daten einer getesteten Person in einer Blockchainkette verankert und damit allen Beteiligten – Gesundheitssystem, Patienten, Unternehmen – jederzeit und anwendungsübergreifend zugänglich macht. Weitere Informationen zum Corona-Gesundheitszertifikat gibt es hier.


Wie Blockchain angewendet werden kann – Beispiel: Blockchain for Education

Wie Blockchain angewendet werden kann – Beispiel: Blockchain for Education

16.03.2020

Die Bewerbungsunterlagen sind mustergültig: Alles wirkt stimmig und das Portraitfoto des Bewerbers strahlt Selbstsicherheit und geballte Kompetenz aus. Und diese hat er auch, wie die elektronischen Versionen seiner Abschlusszeugnisse belegen. Das sieht alles fast zu perfekt aus, um wahr zu sein; müssen daher die papiernen Originalzeugnisse besser noch angefordert werden, um zu prüfen, ob diese auch definitiv echt sind? Ohne Blockchain schon, denn der fälschungssichere Nachweis von Zertifikaten gestaltet sich bisher eher umständlich.

Das Projekt „Blockchain for Education“ arbeitet daran, die Verifizierung von Zeugnissen und Urkunden viel einfacher zu machen: Dazu wird eine Plattform auf Basis der Blockchain-Technologie aufgesetzt, die zum einen den Personalern eine flexible Darstellung von Zertifikaten ermöglicht; zum anderen den Bildungseinrichtungen die einfache Archivierung von Zertifikaten und der korrekte Zuordnung zu den Zertifikatsträgern gewährleistet. Nicht zuletzt können Privatpersonen, wie etwa Bewerber auf offene Stellen, eigene Bildungsnachweise auf der Plattform ergänzen.

„Auf der Basis unserer Blockchain for Education-Lösung haben wir mit digicerts.de ein Netzwerk aufgebaut, in dem wir die Möglichkeiten sicherer Zertifikate erproben. Ich bin der Überzeugung, dass digitale Zertifikate schon sehr bald Papierdokumente ablösen werden. Da diese Zertifikate maschinenlesbar sind, ergeben sich eine Vielzahl neuer Digitalisierungspotenziale z.B. im Bereich der Wartung, Zugangskontrolle und Nachvollziehbarkeit von sicherheitsrelevanten Tätigkeiten.“

Prof. Dr. Wolfgang Prinz, Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer FIT

Projektpartner sind neben Fraunhofer FIT als Koordinator und Leiter der Plattformentwicklung die Fraunhofer Academy und das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC. Weitere Informationen gibt es hier.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Anwendungsbeispielen für die Blockchain-Technologie, von denen einige hier im GIMI-Blog vorgestellt werden.


Rimasys: Kölner Startup mit innovativem Simulator für Unfallchirurgen

Rimasys: Kölner Startup mit innovativem Simulator für Unfallchirurgen

01.02.2020

Bei Operationen nach Unfällen müssen Chirurgen höchste Sorgfalt walten lassen. Damit angehende Mediziner bereits in der Ausbildung Praxiserfahrungen sammeln können, hat das Kölner Startup Rimasys einen „Fraktursimulator“ entwickelt. Damit sind die Gründer erfolgreich und bis heute konkurrenzlos, wie die FAZ berichtet.

„GIMI hat im Jahr 2019 wesentlich an der Gründung des Digital Health Germany e.V. in Zusammenarbeit mit vielen engagierten Personen aus dem großen Bereich der Gesundheitswirtschaft mitgewirkt“, sagt Rudolf van Megen, Vorstandsvorsitzender von GIMI.

„Dazu gehörten sowohl die Kliniken, engagierte Personen und Gründer von Startups. Marc Ebinger und Roland Holz von Rimasys waren aktive Mitglieder der Taskforce und haben die Gründung von Digital Health Germany nachhaltig beeinflusst. Gerne verweisen wir auf den Artikel in der FAZ, wo die – zunächst etwas ungewöhnliche – Erfindung des Unternehmens vorgestellt wird. Besonders die heute bereits bestehende internationale Ausrichtung von Rimasys trägt sicherlich mit dazu bei, Köln als Standort innovativer Digital Health-Unternehmen bekannter zu machen.“

Zum Beitrag in der FAZ


Wie Blockchain angewendet werden kann – Beispiel: E-Health

Wie Blockchain angewendet werden kann – Beispiel: E-Health

28.01.2020

In deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen steht der Patient im Mittelpunkt. Zumindest sollte das idealerweise so sein. Wir haben zwar eines der weltweit besten Gesundheitssysteme, doch an der Einbindung der Patienten in die Kommunikationsabläufe von Kliniken und Co. hapert es noch immer. Mehr Transparenz und Informationsfluss sind gefragt. Immer mehr Menschen haben ein wachsendes Bedürfnis, so viel wie möglich für ihre eigene Gesundheit zu tun und dafür Zugang zu allen nötigen Informationen zu haben.

Die Blockchain-Technologie bietet an dieser Stelle auch dem Gesundheitssektor einiges an Potenzial. Wenn der Patient zum Beispiel den Hausarzt wechseln möchte, kann er mit Blockchain dem alten Hausarzt die Berechtigung zur Einsicht in zukünftige Befunde entziehen. Außerdem wird der Zugang zu Röntgenbildern und Laborwerten vereinfacht. Der Patient kann entscheiden, wem er den Zugriff auf seine Daten erlaubt. Blockchain ermöglicht folglich mehr informationelle Selbstbestimmung.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Anwendungsbeispielen für die Blockchain-Technologie, von denen einige hier im GIMI-Blog vorgestellt wurden.