Digitales Viertel

Pionierprojekt mit positiver Bilanz –

Location-based Marketing kommt an

Acht Wochen lang waren die Kölner Viertel Sülz und Klettenberg Testgelände für ein einzigartiges Projekt zum standortbezogenen Marketing: Ziel des „Digitalen Viertels“ war es, vom 10. September bis 5. November 2016 ein neues Einkaufs- und Informationserlebnis zu kreieren. 85 Händler haben mitgemacht und eigene virtuelle Umkreise erhalten. Beim Betreten dieser Zonen erhielten die zahlreichen Nutzer der Gelbe Seiten-App spezielle Informationen und besondere Angebote als Push-Nachrichten direkt auf ihr Smartphone. 75 Prozent der Smartphone-Nutzer haben sich darauf eingelassen.

Viele der Kunden leben selbst in den Stadtvierteln und freuen sich, den lokalen Handel unterstützen zu können. Sie sind offen für die Geo-Apps, wenn sie einen Mehrwert für sich und den Einzelhandel vor Ort bieten, wie eine begleitende Kundenumfrage ergab.

Rudolf van Megen, Vorstandsvorsitzender German ICT & Media Institut (GIMI) dazu: „Das Prinzip ‚Digital vermarkten und lokal verkaufen‘ hat eine Zukunft; allerdings braucht so ein Projekt auch Zeit, um die Kunden, die ihre Händler ‚lieben‘, auf die neue digitale Angebotsform zu transferieren.“

Gold für das Projekt „Digitales Viertel“!

Beim VerzeichnismedienPreis 2018 am 18. und 19. Juni 2018 bei der [vdav]-DirectoryNight im Rahmen des alljährlichen Branchentreffens in Berlin nahm Projektpartner Greven Medien den von der Berliner Künstlerin Beate Hoffmeister designten Preis in der Event-Location Spindler & Klatt entgegen.

In der Kategorie „Online“ gewann mit dem vom German ICT & Media Institute  (GIMI) mitinitiierten Projekt „Digitales Viertel Köln“ eine bisher einzigartige Initiative, die lokale Einzelhändler in Zeiten starker Online-Konkurrenz mit mobiler und lokal bezogener Werbung unterstützt – für mehr neue Kunden, mehr Sichtbarkeit und höhere Umsätze.


Management Summary Digitales Viertel

Die übergeordnete Fragestellung des Projekts „Digitales Viertel“ bestand darin zu prüfen, inwiefern ortsbasierte Dienste und Social Media in einem lokalen Viertel ein neues Einkaufserlebnis vermitteln können. Mit dem 2015 durchgeführten Projekt „Technische Machbarkeitsstudie zur Datensammlung über Mobilgeräte“ wurden die technischen Möglichkeiten und die Benutzerakzeptanz von mobilen, kontextbasierten Informationsdiensten in einem Feldtest erprobt und positiv evaluiert. Mit der Initiative Digitales Viertel wurden die Ergebnisse dieses Vorgängerprojekts aufgegriffen und erweitert. Dabei ging es in erster Linie um einen Feldtest mit realen Nutzern auf Basis einer vorbereiteten mobilen Anwendung. Es wurde ein abgegrenztes Kölner Viertel (Dürener Straße) fokussiert. Zudem bestand die Erweiterung in einer kombinierten Nutzung von GPS basierten Geofences und Beacons. Basis für das Projekt war die bereits existierende Gelbe Seiten App. Die teilnehmenden Händler (darunter vier REWE-Filialen) wurden mit Geofences ausgestattet. Wenn ein Nutzer der Gelben Seiten App einen Geofence betrat (und Bluetooth sowie die Ortungsdienste aktiviert hatte), erhielt er automatisiert eine Text- und Bildnachricht mit einem Angebot von dem Händler des Geschäfts, das sich in dem entsprechendem Geofence befand, automatisiert eine Text- und Bildnachricht, die über Rabatte und Aktionen des Händlers informiert.

Insgesamt beteiligten sich 85 Einzelhändler aus allen Bereichen am Projekt, was als ein Zeichen gewertet werden kann, dass bei den Händlern Interesse am Thema Digitalisierung vorhanden ist.

Die Realisierung des Gesamtprojekts erfolgte vor Ort in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Interessengemeinschaft ISK CARREÉ Sülz-Klettenberg e.V. (ISK). In das Projekt waren folgende Parteien involviert: IWS der Technischen Hochschule Köln, REWE Group, Gelbe Seiten GmbH, German ICT & Media Institute e.V., Bitplaces GmbH, ODS Marketing, Greven Medien GmbH & Co. KG, Bluecarat AG sowie das Fraunhofer – Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT).